Rückblick: Historischer Stadtteilspaziergang „Heslach erleben“

Zum ersten Stadtteilspaziergang „Heslach erleben“ im Jahr 2022 trafen wir uns am 29. April am Erwin-Schoettle-Platz.

 Foto: Ulf Menck

Der Heimatforscher Rolf Hofmann erzählte unter anderem Wissenswertes zur Matthäuskirche, der ehemaligen Firma Wilhelm Benger Söhne sowie über Emil Frank und dessen Brauerei mit Bierkeller, Saal, Biergarten und Wohnhaus, die allesamt um 1890 erbaut wurden. Der umgebaute Saalbau und das Gründerzeit-Eckhaus existieren noch. Seit 20 Jahren befindet sich darin das Generationenhaus Heslach.

Anschließend spazierten wir die Böblinger Straße entlang, an der Rolf Hofmann vor auserwählten Bauwerken über geschichtliche Hintergründe informierte. Z.B. berichtete er über die Brauerei Rettenmeyer, die seit bald 90 Jahren Stuttgarter Hofbräu heißt.

Am Bihlplatz erzählte der Heimatforscher von der Alten Heslacher Kirche, die dort von 1580 bis 1882 stand. Später kam ebenfalls am Bihlplatz ein Schulgebäude hinzu, das dort bis nach dem Zweiten Weltkrieg stand. Nach diesem von Geschichte geprägten Spaziergang ging es ins Cafè Nachbarschafft im Generationenhaus Heslach. Zu weiterführenden Gesprächen gab es im Hier und Heute frischen Kaffee, köstlichen Kuchen, Saft und Sprudel für alle.

Der nächste Stadtteilspaziergang ist am 24. Juni und führt alle Interessierten zum Marienhospital. Treffpunkt: 10 Uhr am Erwin-Schoettle-Platz.

Die Stadtteilspaziergänge werden durchgeführt von der AWO im Alten Feuerwehrhaus, dem Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus Heslach und dem Stadtteilprojekt KUGEL.

 

    

Fotos: Daniel Link

Zigeuner-Swing im Feiergarten mit den „Asfalt Strings“

Mit Gefühl, Esprit, Drive und Humor präsentiert Asfalt Strings Zigeuner-Swing vom Feinsten

am Mittwoch, 4.  Mai 2022, 15.00-16.00 Uhr
im Café Nachbarschafft

Erzeugt einen flimmernden Nachmittag
Zum Zuhören, Genießen und Kaffee trinken
Zwischen Offbeat und einem französischen Marktplatz
Töne und Rhythmen fliegen nur so durch die Luft
Manchmal fangen die Musiker sogar an zu singen
Hautnahe Conférence!

K o m m u n i k a t i o n   m i t   d e m   P u b l i k u m !

Die dramatische Märchenstunde mit Boris R. Hauck, Theater am Fenster

am Sonntag, 15. Mai 2022 um 15:00 Uhr im Rudolf Schmid Saal, 2. OG
und Wiederholung am Samstag, 21. Mai 2022 um 15:00 Uhr, ebenfalls im Rudolf Schmid Saal

Eintritt 5 Euro

Programmbeschreibung:
Für Kinder ab 3 Jahren und Erwachsene, die wieder einmal Kind sein wollen
Sehr clownesk und musikalisch, alle möglichen Instrumente spielend, erzählt, improvisiert und spielt Boris Rodriguez die Märchen Rotkäppchen, Das tapfere Schneiderlein, Sterntaler und …. Bildhaft, mit wenig Sprache. Und immer wieder bezieht er die Kinder mit ein.

Veranstalter ist Theater am Fenster mit Boris R. Hauck, eine Initiative im Gebrüder Schmid Zentrum.

Ansprechpartner: www.theateramfenster.de  Information und Anmeldung: Mobil: 0157 5402 1302  eMail: boris.hauck@yahoo.com

Love hurts – ein interkulturelles Theaterexperiment mit dem Dialog Theater

Theateraufführung interaktiv und interkulturell nach dem Motto: Was wir uns gegenseitig antun und was wir ändern können!

am Freitag 13. Mai 2022 um 19:30 Uhr, Rudolf Schmid Saal, 2. OG
Eintritt 5 Euro

Zum Inhalt:
Das kurze Theaterstück „Love hurts“ beschreibt ein Szena­rio, das sich an vielen Orten in der Welt abspielen kann. Maike und Armin kommen aus unterschiedlichen Kulturen und wollen ein Zeichen setzen, dass eine Beziehung über die engen Grenzen von Kul­tur und Traditionen möglich ist. Als sie ihre Liebe Maikes Eltern offenbaren und sich her­aus­stellt, dass Maike schwanger ist, ist der Konflikt vorpro­gram­miert. Es kommt zu einer dramatischen Auseinanderset­zung und einem Konflikt, der die Familie zu zerreißen droht.

Werden die Gräben unüberwindbar oder gibt es noch Mög­lichkeiten wieder zueinander zu finden?

Wie dieses Stück ausgeht, entscheidet das Publikum. Die Zuschauenden können ihre Erfahrungen und ihre Ideen zur Lösung dieser Situation aktiv und auch spielerisch in das Stück einbringen.

Die großzügige Schenkung von Rudolf Schmid und Hermann Schmid

Als im Frühjahr 2002 das Generationenhaus West, dicht gefolgt vom Generationenhaus Heslach, feierlich seine Türen öffnete, war dies im Besonderen ein Verdienst der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung. Die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung, die den Bau der beiden multifunktionalen Generationenhäuser ermöglichte, war Idee und Erbe von Rudolf Schmid (1897-1994) und Hermann Schmid (1904-1992). Die großzügige Spende ihres gesamten Nachlasses von circa 100 Millionen D-Mark an die Stadt Stuttgart zum Bau sozialer Einrichtungen war der ausdrückliche Wunsch und Wille der Geschwister. Hierbei handelte es sich um das finanziell beträchtlichste jemals der Stadt Stuttgart geschenkte Vermächtnis.

Rudolf Schmid

In ihrem Leben taten sich die Gebrüder Schmid als sehr fleißige und sparsame Schwaben hervor. Bereits als Kinder unterstützten sie ihren Vater Josef Schmid und dessen Buch- und Zeitschriftenvertrieb, den dieser 1899 in der Silberburgstraße 123 gegründet hatte. In Gaststätten verteilten sie beispielsweise Prospekte und Werbematerialen für das Unternehmen. Der jüngere Hermann Schmid, der eine Feinmechanikerlehre bei der Robert Bosch AG abgeschlossen hatte, übernahm die Firma von dem 1924 verstorbenen Vater. Um die kaufmännischen Aufgaben kümmerte sich fortan sein Bruder und Firmenteilhaber, der gelernte Bank- und Versicherungskaufmann Rudolf Schmid. Mittels der Erweiterung durch eine Generalagentur für namhafte Versicherungen expandierte der Buch- und Zeitschriftenvertrieb. Ihr außerordentliches Verkaufstalent sowie ihre ausgeprägte „Schaffer-Mentalität“ mündete nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Aufbau eines florierenden Unternehmens, das 1974 über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigte. Seit dem Jahr 1959 ist der Firmensitz in der Immenhofer Straße 22 in Stuttgart-Süd verortet. Die Rudolf & Hermann Schmid KG ist noch heute eine der führenden Familienschutz-Agenturen mit landesweiten Unternehmensstandorten. Weiterlesen