Frohe Weihnachten 2022 und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2023

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Das Gebrüder Schmid Zentrum wünscht allen besinnliche Weihnachtstage
und für das Neue Jahr
wunderschöne Erlebnisse und Begegnungen.


Das Gebrüder Schmid Zentrum und das Café Nachbarschafft im Generationenhaus Heslach sind vom 24. Dezember 2022 bis einschließlich 8. Januar 2023 geschlossen.

 

Rückblick und Ausblick:
Das Jahr 2022 war das 20-jährige Jubliläumsjahr der Generationenhäuser Heslach und West der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung mit über 100 öffentlichen Kulturveranstaltungen in den Räumen des Gebrüder Schmid Zentrums. Auch größere Feste wie das Stiferfest haben wieder stattgefunden. Der Veranstaltungsbetrieb hat sich so in 2022 nach all den Corona-Maßnahmen wieder gut eingespielt. Unser Ziel für 2023 ist es,  den Initativen wieder mehr Vernetzungsmöglichkeiten anzubieten und den Stadtteil Heslach bzw. Stuttgart-Süd mit unseren Aktivitäten bedürfnisorientiert zu unterstützen und zu bereichern. Wir danken unseren Initiativen und Ehrenamtlichen ganz herzlich für ihr Engagement und unseren Besuchern und Gästen für ihre Treue. Und wir freuen uns darauf, möglichst vielen Heslacher Bürgern auch in 2023 eine Anlaufstelle sein zu können.

Theaterstück „Die Tannenbaumtherapie“ mit dem Verein für vielfältige Bewegungskultur

Premiere am Donnerstag, 15. Dezember 2022 um 20 Uhr im Rudolf Schmid Saal, 2. OG.

Die Geschichte ist frei nach Heinrich Bölls satirischer Erzählung „Nicht nur zur Weihnachtszeit“.  Bei Punsch, Glühwein und Spekulatius sind die Gäste nach der Vorstellung noch eingeladen, die Vorweihnachtszeit zu feiern. Die Leitung hat Dragica Ivanovic vom Figurentheater Hibisskuss.

Worum geht es? Tante Milla hat in den Kriegsjahren auf ihren geliebten Weihnachtsbaum und alles, was dazu gehört, verzichten müssen. Eine überaus harte und traumatisierende Zeit also. Und so erleidet sie im Februar 1947 beim Abschmücken des ersten Nachkriegsbaumes einen hysterischen Anfall. Als dieser nicht enden will, sieht Onkel Franz nur eine Lösung: Weihnachten wird ab jetzt jeden Tag gefeiert. Das ist gut für Tante Milla, doch die Nerven der übrigen Familienmitglieder liegen blank. Lust auf mehr?

Improvisationstheater „Spielfreude – Offene Impro“ am 14. Dezember, 18:30 Uhr

Das Improvisationstheater „Spielfreude – Offene Impro“ findet wieder statt am Mittwoch, 14. Dezember 2022, 18:30 Uhr im Rudolf Schmid Saal, 2. OG. Der Eintritt kostet 5 Euro. Veranstalter ist das DialogTheater e. V., eine Initiative im Gebrüder Schmid Zentrum. Ansprechpartner und Anmeldung bei Karlo Müller, Mobil: 0177 8740597, Mail: kontakt@dialogtheater.de

Zum Inhalt:
Dieser Abend gehört allen, die gerne spielen, die sich ausprobieren möchten und Theaterluft schnuppern wollen. Die offene Impro ist der Raum, in dem wir über uns selbst hinauswachsen können und uns trauen, kreativ und spontan zu sein. Gemeinschaft erleben, zusammen lachen und staunen, was alles möglich ist – darum geht es. In eine neue Rolle schlüpfen und spüren, wie sich das Leben in dieser Rolle anfühlt–das ist spannend und bereichernd. An jedem Abend gibt es auch schauspielerische Übungen, die uns dabei helfen, unsere Vorstellungskraft zu erweitern und unsere Fantasie zu fördern. Lasst euch einfach überraschen!

Rückblick: HESLACH ERLEBEN, 25. November 2022

Stadtteilspaziergang zum Thema: Widerstand im Nationalsozialismus in Heslach

Auf dem Schoettle-Platz berichtete Janka Kluge unter anderem über das Ehepaar Schoettle, das vor dem Nationalsozialismus ins Exil nach St. Gallen flüchtete. Außerdem erzählte sie, dass Heslach für längere Zeit von den Nationalsozialisten verschont wurde, nachdem ein Aufmarsch durch ca. 200 Mann von der SA (Sturmabteilung der NSDAP) in einer Straßenschlacht 1931 abgewehrt wurde.

Die nächste Station war das Marienhospital. Janka Kluge berichtete, dass im Rahmen der Euthanasie auch ein Programm der „Zwangssterilisation“ durchgeführt wurde. Diese wurden in allen Stuttgarter Krankhäusern umgesetzt – Mit Ausnahme des Marienhospitals.

Anschließend ging es zum Eiernest. In dieser Siedlung formierte sich der Widerstand, der sich unter anderem im „Kabelattentat von Stuttgart“ zeigte. Diese Aktion wurde von der Stuttgarter KPD durchgeführt und sorgte dafür, dass eine Rede während dem Wahlkampf von H. im Februar 1933 nicht im Rundfunk übertragen wurde. Hierzu gab es zwei Gruppen: Die erste Gruppe verwickelte Wachmänner in eine Schlägerei, sodass die zweite Gruppe das Übertragunskabel durchschneiden konnte. „Im Eiernest wurde noch in der gleichen Nacht das Flugblatt entworfen, das Tausende von Stuttgartern am nächsten Morgen über die Vorkommnisse und die Aktion in der Nacht informierte“ (aus dem „Heimatbuch Heslach“ von Siegfried Bassler & Stefan Hammer, S. 147).

Zum Abschluss ging es ins Alte Feuerwehrhaus, in dem die AWO Stuttgart alle Teilnehmenden zum Austausch bei Kaffee, Tee und Gebäck eingeladen hatte.

Die Stadtteilspaziergänge „Heslach erleben“ werden gemeinsam von der AWO Stuttgart im Alten Feuerwehrhaus, dem Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus Heslach und dem IB-Stadtteilprojekt KUGEL veranstaltet.