Rückblick: HESLACH ERLEBEN, 25. November 2022

Stadtteilspaziergang zum Thema: Widerstand im Nationalsozialismus in Heslach

Auf dem Schoettle-Platz berichtete Janka Kluge unter anderem über das Ehepaar Schoettle, das vor dem Nationalsozialismus ins Exil nach St. Gallen flüchtete. Außerdem erzählte sie, dass Heslach für längere Zeit von den Nationalsozialisten verschont wurde, nachdem ein Aufmarsch durch ca. 200 Mann von der SA (Sturmabteilung der NSDAP) in einer Straßenschlacht 1931 abgewehrt wurde.

Die nächste Station war das Marienhospital. Janka Kluge berichtete, dass im Rahmen der Euthanasie auch ein Programm der „Zwangssterilisation“ durchgeführt wurde. Diese wurden in allen Stuttgarter Krankhäusern umgesetzt – Mit Ausnahme des Marienhospitals.

Anschließend ging es zum Eiernest. In dieser Siedlung formierte sich der Widerstand, der sich unter anderem im „Kabelattentat von Stuttgart“ zeigte. Diese Aktion wurde von der Stuttgarter KPD durchgeführt und sorgte dafür, dass eine Rede während dem Wahlkampf von A. Hitler im Februar 1933 nicht im Rundfunk übertragen wurde. Hierzu gab es zwei Gruppen: Die erste Gruppe verwickelte Wachmänner in eine Schlägerei, sodass die zweite Gruppe das Übertragunskabel durchschneiden konnte. „Im Eiernest wurde noch in der gleichen Nacht das Flugblatt entworfen, das Tausende von Stuttgartern am nächsten Morgen über die Vorkommnisse und die Aktion in der Nacht informierte“ (aus dem „Heimatbuch Heslach“ von Siegfried Bassler & Stefan Hammer, S. 147).

Zum Abschluss ging es ins Alte Feuerwehrhaus, in dem die AWO Stuttgart alle Teilnehmenden zum Austausch bei Kaffee, Tee und Gebäck eingeladen hatte.

Die Stadtteilspaziergänge „Heslach erleben“ werden gemeinsam von der AWO Stuttgart im Alten Feuerwehrhaus, dem Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus Heslach und dem IB-Stadtteilprojekt KUGEL veranstaltet.

Stadtteilspaziergang „Heslach erleben“ im November 2022

Der Stadtteilspaziergang in Stuttgart-Süd „Heslach erleben“ ist wieder am Freitag,  25. November 2022, Treffpunkt um 10 Uhr an der Bushaltestelle Erwin-Schoettle-Platz.

Foto: Daniel Link

Geschichte ist überall und wir wollen verantwortungsbewusst damit umgehen. Daher finden wir es wichtig den eigenen Stadtteil besser kennen zu lernen. Am letzten Freitag im November wird uns Janka Kluge interessante Orte der Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus rund um den Erwin-Schoettle-Platz zeigen und Wissenswertes dazu berichten. Ihr vielfältiges Wissen zu dem Thema erlangte sie durch ihre jahrelange Beschäftigung und ihr gesellschaftspolitisches Engagement u.a. im Verein für die Verfolgten des Nationalsozialismus.

Treffpunkt des Spaziergangs ist 10 Uhr an der Bushaltestelle Erwin-Schoettle-Platz. Gemeinsam spazieren wir zu ausgewählten Orten in fußläufiger Nähe. Nach der Führung, werden wir zurück zum Erwin-Schoettle-Platz gehen. Alle Teilnehmenden sind herzlich eingeladen den Stadtteilspaziergang bei Kaffee und Kuchen in der AWO Begegnungsstätte im Alten Feuerwehrhaus ausklingen zu lassen.

Die Stadtteilspaziergänge Heslach erleben werden gemeinsam von der AWO Stuttgart im Alten Feuerwehrhaus, dem Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus Heslach und dem IB-Stadtteilprojekt KUGEL veranstaltet.

 

Ein Rückblick zum Spaziergang vom 28.10.22 im Jugendhaus Heslach und der Stadtteilbibliothek Heslach hier Weiterlesen

Rückblick: „Heslach erleben“ am 30.09.22

Der Stadtteilspaziergang „Heslach erleben“ führte im September 2022 ins Städtische Lapidarium.

Nach verregneten Tagen war das Wetterglück auf Seiten der Spaziergänger*innen, die sich bei freundlichem Sonnenschein am Erwin-Schoettle-Platz getroffen haben. Vom Treffpunkt aus ging es die Mörikestraße entlang zum Städtischen Lapidarium.
Am Tag vor dem letzten Wochenende der Saison im  Lapidarium wurden die Türen extra für uns geöffnet.

Im Zuge der professionellen Führung gab es viele Hintergrundinformationen zu den unterschiedlichen Kunstwerken und geschichtsträchtigen Objekten. Diese sind großzügig im schön angelegten Park verteilt.

Ab dem Frühjahr 2023 wieder ein absoluter Besuchs-Tipp während den Öffnungszeiten: http://Staedtisches Lapidarium

Auf dem Rückweg zu Kaffee und Kuchen bei der AWO im Alten Feuerwehrhaus kamen wir an der ebenfalls gut gefüllten Garage in der Mörikestr. 69 vorbei. Die Garage wurde von Anwohner*innen zu einem temporären „Tausch-Raum“ umfunktioniert, in dem „Brauchbares“ getauscht werden kann.

Für den Stadtteilspaziergang im Oktober 2022 öffnen uns das Jugendhaus und die Stadtteilbibliothek Heslach am 28.10. ihre Türen.

„Heslach erleben“ wird gemeinsam organisiert und durchgeführt von der AWO im Alten Feuerwehrhaus, dem IB-Stadtteilprojekt KUGEL und dem Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus Heslach. Alle Interessierten sind am letzten Freitag im Monat herzlich eingeladen, wenn wir uns um 10 Uhr an der Bushaltestelle „Erwin-Schoettle-Platz“ treffen.

Weitere Fotos vom 30.09.2022 im Städtischen Lapidarium:

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Stadtteilspaziergang „Heslach erleben“ am 30. September

Der Stadtteilspaziergang in Stuttgart-Süd „Heslach erleben“ ist wieder am Freitag,  30. September 2022, Treffpunkt um 10 Uhr an der Bushaltestelle Erwin-Schoettle-Platz.

Foto: Julia Ochs

Der September-Spaziergang führt diesmal zum Städtischen Lapidarium

Das Lapidarium am Fuße der Karlshöhe ist Museum und Garten zu gleich. 1905 angelegt nach dem Vorbild italienischer Renaissancegärten ist das Lapidarium ein Park mit verschiedenen Skulpturen, Grabsteinen und Bauplastiken. Durch eine Führung werden wir mehr über die Steinwerke und deren Hintergründe erfahren. Anschließend lädt die AWO dazu ein den Spaziergang bei Kaffee und Kuchen im Alten Feuerwehrhaus ausklingen lassen.

Wir treffen uns jeden letzten Freitag im Monat um 10 Uhr an der Bushaltestelle Erwin-Schoettle-Platz. Wir besuchen interessante Orte in Stuttgart-Süd und erfahren spannende Geschichten von früher und heute. Anschließend laden wir Sie zu Kaffee und Kuchen ins Alte Feuerwehrhaus der AWO oder ins Café Nachbarschafft im Generationenhaus Heslach ein.

Der darauffolgende Spaziergang ist am 28. Oktober 2022: Wir besuchen das „neue“ Jugendhaus Heslach und die Stadtteilbibliothek Heslach.

Der Stadtteilspaziergang wird gemeinsam veranstaltet von der AWO Stuttgart im Alten Feuerwehrhaus, dem Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus Heslach und dem IB-Stadtteilprojekt KUGEL.

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Rückblick: Jüdisch-arabisches Friedenskonzert

Am 28. Juli 2022 waren Mazen Mohsen, Alon Walach und Ines Amanovic auf der Bühne im Feiergarten und zeigten, dass Musik Menschen verbinden kann.

 

Fotos: Mehmet Werner

Das Konzert fand im Rahmen des 5. „festival yidishe muzik“ statt, das von Bezirksvorsteher Raiko Grieb eröffnet wurde. Für die weiteren Programmpunkte zur Eröffnung zeichnete sich im Beisein des stellvertretenden Bezirksvorstehers Reinhard Otter, Vertreterinnen des Kulturamts und den Festivalgästen sowie Konzertbesucher*innen der Festivalleiter Albert Kunze aus. Er trug jiddische Gedichte vor und anschließend Lieder mit musikalischer Begleitung von unter anderem Vladimir Romanov. Für die köstlichen Wraps und die weitere Verköstigung sorgte das MüZe Süd.

Für Alon Walach, Mazen Mohsen und Ines Amanovic war es der erste gemeinsame Auftritt. Hierzu wechselten sie Sprachen und Melodien aus unterschiedlichen Kulturen, doch behielten stets den roten Faden bei. Dieser sah für das Publikum an diesem sommerlichen Abend wunderbare Lieder und eine absolut friedliche Stimmung vor. Auch wenn es vor einem Lied zu einem „kleinen, inszenierten Streitgespräch“ zwischen den Musikern kam, woher das Lied ursprünglich stamme bzw. welche Version schöner klänge. Denn die Melodie des Liedes gibt es sowohl im Hebräischen als auch im Arabischen sowie auf Türkisch. Nachdem zwei Varianten aufgeführt wurden, kam es zur friedlichen Einigung, dass jede Version für sich wunderschön klingt. Dies war gleichzeitig ein Beispiel für den von Alon Walach auf allen Ebenen eingeforderten Dialog zwischen uns Menschen. Denn auch wenn der Dialog nie einfach sei, so sei es umso wichtiger ihn zu führen. Den Stuttgarter Süden und das Generationenhaus Heslach empfand er dabei als besonders geeigneten Ort für zielführende Dialoge. Durch die Einleitungen in die Lieder konnte das Publikum leicht folgen, und wurde mehrfach zum Mitmachen animiert, sodass im Feiergarten gemeinsam geklatscht und gesungen wurde. Größtenteils überließ das Publikum dies dennoch gerne Ines Amanovic und Mazen Mohsen, die mit ihren Stimmen alle verzückten. Durch die abwechslungsreichen Darbietungen war es ein sehr kurzweiliger Abend, und nach einer Zugabe waren sich alle einig, dass dies ein grandioses Friedenskonzert war.

Das Friedenskonzert war eine Kooperation zwischen dem Gebrüder Schmid Zentrum, dem „festival yidishe muzik“, dem Stadtteilprojekt KUGEL und dem MüZe Süd. Mit freundlicher Unterstützung durch den Bezirksbeirat Stuttgart-Süd und das Kulturamt Stuttgart.

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