Winterbazar für Flüchtlinge

Der Freundeskreis Flüchtlinge Stuttgart-Süd in der Böblinger Straße 18 hat am Sonntag, 11. Oktober 2015 von 14.00 bis 18.00 Uhr im Gebrüder Schmid Zentrum zu einem Bazar für Flüchtlinge eingeladen.
Der Rudolf-Schmid-Saal im 2. OG des Generationenhauses Heslach war an diesem Nachmittag zum interkulturellen Flohmarkt geworden, bei dem gelacht, verhandelt und geschenkt wurde – ein schönes Erlebnis.


Kontakte knüpfen beim Winterbazar für Flüchtlinge

An 22 Tischen boten Mitglieder des Freundeskreises Flüchtlinge Winterkleidung und Schuhe für Erwachsene und Kinder und zum Teil auch Kinderspielzeug an. Sie waren mit vielen Kisten, Koffern und Taschen gekommen, um den Flüchtlingen eine reichhaltige Auswahl anbieten zu können. Es war eine solche Fülle unterschiedlichster Waren, dass sich mindestens 300 Personen mit bester Winterkleidung etc. hätten eindecken können.
Es war Wunsch des Freundeskreises gewesen, den Flüchtlingen nicht nur qualitativ gute Ware zur Verfügung zu stellen, sondern dadurch auch mit ihnen ins Gespräch zu kommen und nähere Kontakte zu knüpfen. Das Cafe Nachbarschafft hatte für den Nachmittag zusätzliche ehrenamtliche Gastgeber eingeplant, um den Ehrenamtlichen und Flüchtlingen einen gemütlichen Rahmen zum Gespräch und Gedankenaustausch zu bieten.
Die Rechnung ging auf: Im Laufe des Nachmittags kamen zwischen 60 und 80 Flüchtlinge aus den Heimen in der der Böblinger Straße und der Schickardtstraße – davon viele Kinder, um in dem vielfältigen Angebot das Richtige für sich zu finden. Es war eine Freude zu sehen, wie sie vollgepackt mit Tüten und einem zufriedenen Gesichtsausdruck danach das Generationenhaus verließen.


Was die Preisgestaltung anbetraf, war zuvor im Freundeskreis miteinander vereinbart worden, dass die einzelnen Artikel in einem Rahmen von 10 Cents und maximal 2 Euro abgegeben wurden, um damit den Bewohnerinnen und Bewohnern der
Flüchtlingsunterkünfte die Möglichkeit zu geben, ihren Bedarf wirklich abzudecken, ohne ihren finanzieller Rahmen zu sprengen. Die „Preisverhandlungen“ gaben die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. In der Praxis wurde dann oft „im Paket“ verkauft, d. h. für einen ganz kleinen Betrag (aber der war wichtig!) konnten viele schöne Dinge erworben werden.
Manche der Käuferinnen und Käufer nutzen im Anschluss das Café Nachbarschafft, um noch eine Tasse Kaffee oder Tee zu trinken und den Nachmittag ausklingen zu lassen.
Wir vom Team des Gebrüder Schmidt Zentrums freuen uns, dass unser Café Nachbarschafft immer mehr von einzelnen Flüchtlingen als Aufenthalts- und Begegnungsort genutzt wird und hoffen, dass sich immer mehr von ihnen dort wohl fühlen und in Kontakt mit Heslacher Bürgerinnen und Bürgern kommen.

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