Heslach im Blick … des Wohnens wert … des Lebens wert

Bereits zum 3. Mal veranstaltete der Arbeitskreis „Heslach im Blick“ im Rahmen seines Quartierprojektes „Wohnen und Leben im Quartier“ sein mit enger Bürgerbeteiligung initiiertes „Forum für mehr Lebensqualität“ im Gebrüder Schmid Zentrum des Generationenhauses Heslach.
Am Abend des 5.2.2015 lag der Fokus des Themenspektrums auf der Vernetzung: Unser Quartier im sozialen Netz des Für- und Miteinanders – sowohl digital als auch im unmittelbaren persönlichen Umfeld.
Unter Federführung von Alexander Gunsilius vom Sozialamt Stuttgart und der Moderation von Dr. Brigitte Reiser, die u. a. das Vernetzungs-Portal
Wir Stadtteilvernetzer – Voneinander lernen durch Wissenstransfer
ins virtuelle und reale Leben gerufen hat, bekamen die zahlreichen anwesenden Bürgerinnen und Bürger einen informativen und interessanten Einblick über ehrenamtliche und gemeinnützige Aktivitäten geboten: durch Initiativen, die zur Wohn- und Lebensqualität aller Bewohner im Quartier beitragen.

Anja Schwarz, Tim Strebe, Dr. Brigitte Reiser, Clemens Youngblood, Uta Sander

Im „3. Forum für mehr Lebensqualität“ berichteten
. Dr. Brigitte Reiser und Tim Strebe von der Socialbar Stuttgart
. Clemens Youngblood vom Förderverein Helfende Hände e. V. Stuttgart
. Uta Sander von Betreutes Wohnen, Wohlfahrtswerk für B.-W.
. Anja Schwarz von Wohnberatung des DRK – Kreisverband Stuttgart e. V.:

» online vernetzen – offline bewegen:
Lokale Vernetzung fördern und soziale Medien dafür nutzen
Brigitte Reiser und Tim Strebe unterstrichen in ihrem Vortrag die Wichtigkeit und Notwendigkeit des sozialen Vernetzens in unserer Gesellschaft. Gerade in der heutigen Zeit, in der immer mehr Menschen vor allem im Alter alleine leben, kommt dem vernetzten Miteinander eine sehr viel größere Bedeutung zu. Sowohl im virtuellen Raum mit den Chancen der schnellen und sofortigen Kontaktaufnahme als auch im unmittelbaren Wohn- und Lebensumfeld trägt die soziale und gesellschaftlich orientierte Vernetzung untereinander ausschlaggebend zu unserer Lebensqualität bei.
Anhand von überzeugenden Argumenten zeigten die beiden Organisatoren der „Socialbar Stuttgart„, einem bürgerschaftlichen Netzwerk engagierter Bürger, wie heutzutage eine sinnvolle Vernetzung der BürgerInnen untereinander und auch zwischen BewohnerInnen im Quartier und unterstützenden Institutionen sowie
Initiativen funktioniert.
Mehr über den Vortrag: http://gebrueder-schmid-zentrum.de/wp-content/uploads/2015/02/Socialbar_Stuttgart.pdf

» Marktplatz des sozialen Engagements:
Hilfe von BürgerInnen für sozial benachteiligte BürgerInnen

Clemens Youngblood machte in seinem Vortrag deutlich, welche verantwortungsvolle Aufgabe der „Förderverein Helfende Hände“ für sozial benachteiligte BürgerInnnen in Stuttgart übernommen hat. Der Verein hat sich der Herausforderung gestellt, Menschen in unserer Stadt in ihrer Not und Bedürftigkeit zu helfen. Das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter, die von zahlreichen Institutionen und Behörden in Stuttgart großzügig unterstützt werden, trägt dazu bei, hilfebedürftigen Menschen das Leben ein wenig leichter und angenehmer zu gestalten. Das umfangreiche Spektrum der Aktivitäten erstreckt sich auf viele Bereiche des öffentlichen Lebens – dazu zählen die Kinder-, Jugend-, Familien-, Senioren- und Obdachlosenhilfe.
Über die Unterstützung im Detail: http://gebrueder-schmid-zentrum.de/wp-content/uploads/2015/02/Helfende_Haende_Projekte_2014.pdf

» Betreutes Wohnen – ein Neubeginn:
Selbstbestimmtes Wohnen im Alter nach individuellen Vorstellungen
Betreutes Wohnen kann für viele Menschen im Alter nochmals zu einer großen Herausforderung werden. Uta Sander vom Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg stellte dabei jedoch heraus, dass das Betreute Wohnen bei gleichzeitiger Unterstützung zur Bewältigung individueller Probleme und Schwierigkeiten eine größtmögliche Autonomie der BewohnerInnen gewährleistet. Der Vorteil für ältere BürgerInnen, die nicht zwangsläufig einen Hilfe-, Betreuungs- und/oder Pflegebedarf haben, ist die Selbstbestimmtheit, also weitestgehend ein selbständiges Leben im Alter zu führen. Im Rahmen der Angebote für „Betreutes Wohnen“ im Alter legt das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg großen Wert auf die Selbstbestimmung der BürgerInnen. Neben einem barrierefreiem Wohnraum werden dabei eine Reihe von Grundleistungen im Bereich der Sicherheit, in der allgemeinen Betreuung und bei sogenannten niedrigschwelligen Unterstützungsleistungen – sofern notwendig – berücksichtigt. Sie sollen das selbständige Leben im Alter im Idealfall ermöglichen, jedoch auf jeden Fall erleichtern helfen, in dem sie auch nachhaltig zur Lebensqualität beitragen.
Weitere Informationen: http://gebrueder-schmid-zentrum.de/wp-content/uploads/2015/02/Betreutes_Wohnen_Wohlfahrtswerk_BW.pdf

» Selbständig und sicher zu Hause wohnen:
Lebensqualität für ein langes Wohnen in den eigenen vier Wänden
Heute schon an morgen denken? Zumindest beim Wohnen tun das bislang wenig!‘ – Mit diesen plakativen Worten umriss Anja Schwarz vom DRK Kreisverband Stuttgart das Angebot ihrer Wohnberatung. Viele BürgerInnen möchten so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben. Dabei gibt die Wohnberatung wertvolle Tipps und Unterstützungen, wie bspw. durch Umbauten oder Einrichtungshilfen die eigene Wohnung zu einem barrierefreien Lebensraum werden kann. Die „Wohnberatung des DRK – Kreisverband Stuttgart hat es sich zur Aufgabe gemacht, ältere, kranke und behinderte Menschen zu beraten und zu unterstützen, damit sie möglichst lange selbständig und sicher zu Hause wohnen bleiben können. In vielen Fällen ist die Lebensführung in den eigenen vier Wänden nicht durch das Alter oder ein körperliches Gebrechen gefährdet, sondern durch einen Wohnbereich, der nicht an die geänderten Bedürfnisse angepasst wurde.
Oft sind nur kleine Veränderungen notwendig, um die Gefahr von häuslichen Unfällen zu verringern und die Lebensqualität zu erhöhen, wie etwa die Beseitigung von Stolperfallen, das Entfernen von Türschwellen oder das Anbringen von Haltegriffen und Handläufen. Manchmal ist die Umrüstung von Küche, Toilette oder Badezimmer die ideale Lösung, um weiterhin selbständig im eigenen Heim leben zu können.
Wie das im Einzelnen aussehen kann: http://gebrueder-schmid-zentrum.de/wp-content/uploads/2015/02/Wohnberatung_DRK_Stuttgart.pdf


» Für das kulinarische Wohlbefinden sorgte pois:
Mit ökologischen Produkten portugiesischer Bauern und Erzeuger

Das kulturelle Highlight setzte dieses Mal Matthias Kästner mit seinem Fair-Trade-Projekt „pois“ – multikulturell und -kulinarisch gleichermaßen. Frisches Obst und Gemüse, direkt von portugiesischen Kleinbauern und landwirtschaftlichen Kooperativen sowie wohlschmeckende Delikatessen von portugiesischen Erzeugern … ein nachahmenswertes Beispiel, wie auf faire und nachhaltige Weise mit Agrarerzeugnissen aus anderen Ländern eine ökonomische und ökologische Wertschöpfungskette erzielt wird.
Wie das pois-Vertriebskonzept von Matthias Kästner funktioniert, ist hier beschrieben: http://www.pois-portugal.de/

Der am Abend gezeigte Film ist der nachdrückliche Beweis, dass im Handel von Lebensmitteln der Wandel zu Fair Trade seine „Früchte zeigt“. Die 9 Minuten und 24 Sekunden des Films sind auf jeden Fall eine Betrachtung wert.
Den einzigartigen Geschmack von „pois“ bekamen alle Anwesenden durch die köstliche, frisch zubereitete Limettenlimonade zu Genuss.

Auch unter den aufmerksamen Besuchern: Der neue Bezirksvorsteher für Stuttgart-Süd Raiko Grieb

Die anschließend an runden Tischen geführten regen Diskussionen und Gespräche zwischen ReferentInnen und BürgerInnen haben gezeigt, wie wichtig die Themen, die im Quartiersprojekt „Heslach im Blick“ behandelt werden, für alle Beteiligten und/oder Betroffenen sind.

Und mein persönliches Fazit, das ich durch Aussagen der anwesenden BesucherInnen bestätigt bekam: Es war ein informativer, lehrreicher und bereichender Abend – das einstimmige Bekenntnis des Arbeitskreises lautet: Es werden weitere Foren zum unerschöpflichen Thema „Wohn- und Lebensqualität im Quartier“ folgen.

Ein Gedanke zu „Heslach im Blick … des Wohnens wert … des Lebens wert“

  1. Das kulinarische Wohlbefinden geht weiter:
    Am 5.2. war „pois“ zu Gast bei „Heslach im Blick“ im „3. Forum für mehr Lebensqualität“.
    Und nun steht Matthias Kästner und sein bemerkenswertes Fair-Trade-Projekt „pois“ auch im Blickpunkt der regionalen Tageszeitung:
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/kleine-initiativen-fuer-eine-bessere-welt
    Mit anderen Worten: Was „pois“ im Generationenhaus Heslach mit frisch gepresstem Limettensaft erreicht hat, zeigt sich auch in der gedruckten Presse – beide gehen mit gutem Beispiel voran.
    Jetzt braucht es in Heslach noch unbedingt eine „feste Verkaufsstelle“ für portugiesisches Obst und Gemüse von „pois„.

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