“Die Menschen hier erfreuen einfach mein Herz“

Wer über das
Gebrüder Schmid Zentrum
im Generationenhaus Heslach spricht,
wird seine Worte im gleichen Atemzug
mit einem Namen verbinden:
Carola Haegele.

 


Stellt man Carola Haegele die Frage, was ihre Arbeit im Gebrüder Schmid Zentrum auszeichnet, kommt ganz selbstverständlich in zwei Worten ihre Antwort: Menschen zusammenzubringen! – Menschen aller Generationen. Menschen aller Länder und Kulturen. Menschen mit und ohne Behinderung. Menschen frei aller sozialen Unterschiede. Menschen aller nur vorstellbaren und auch unvorstellbaren Schicksale.

Menschen zusammenzubringen, die im Generationenhaus Heslach und natürlich auch in unserem Quartier im Respekt voreinander ein gemeinsames tolerantes Miteinander leben … das liegt Carola Haegele am Herzen. Und: Sie ist die prädestinierte Botschafterin – sie lebt diese Philosophie vor, tagtäglich mit jedem Menschen, dem sie begegnet.

Zum Anlass des 10-jährigen Bestehens des Generationenhauses Heslach skizzierte Carola Haegele in einem ausführlichen Interview ihr Verständnis für ihr unermüdliches Engagement im Gebrüder Schmid Zentrum. Es sind Aussagen, mehr noch, es sind Bekenntnisse, die heute noch ihre Gültigkeit haben. Und die – wie sie unterstreicht – auch für die Zukunft wegweisend bleiben.

Carola Haegele sieht sich als vermittelnde Netzwerkerin und versteht sich als Dienstleisterin für alle Menschen, die Hilfe suchen oder Unterstützung brauchen. Ihr Denken und Handeln ist geprägt durch die Leitidee des Gebrüder Schmid Zentrums, in diesem Haus „Gelegenheiten und Räume zu schaffen, in denen generationen- und kulturenübergreifende Begegnungen stattfinden, die von gegenseitigem Respekt, vom Spaß am gemeinsamen Tun und von der Bereitschaft, voneinander zu lernen, geformt sind“. Erlebt und gelebt wird dies in erster Linie im Café Nachbarschafft, der Begegnungsstätte, die der Kommunikation und dem täglichen Miteinander für jeden offen ist.

Es ist ganz gewiss der Verdienst von Carola Haegele, dass das Generationenhaus Heslach zu einem multikulturellen „Marktplatz“ für Menschen aller Generationen und Kulturkreise geworden ist. Mehr als 60 Vereine, Initiativgruppen, Interessengemeinschaften und Beratungsdienstleister haben zusammen mit rund 50 ehrenamtlich Engagierten im Gebrüder Schmid Zentrum eine Stück weit eine „Heimat“ gefunden. Sie beleben mit weit über 3.000 Veranstaltungen im Jahr ein kunterbuntes Programm, dass allen BürgerInnen im Quartier und auch darüber hinaus in ganz Stuttgart willkommene Anlässe für Begegnungen bietet. Dies zu koordinieren, stellt Carola Haegele Tag für Tag neu unter Beweis. Und dass diese Vernetzung so reibungslos klappt, ist sicherlich auch auf ihr Studium der Philosophie und des Kulturmanagements zurückzuführen.

Besser als ihre Antwort auf die Frage, was Carola Haegele antreibt, kann man es nicht ausdrücken: „Ich finde die Arbeit mit Menschen faszinierend, wie viel zurückkommt, wie viele Ideen entwickelt werden. Es ist schön, wenn man merkt, dass sich zwischen verschiedenen Kulturen etwas entwickelt. Wie selbstverständlich das Miteinander ist. Es freut mich jeden Tag, wie Vorurteile einfach weg­purzeln, weil man sich kennenlernt, Freundschaften schließt. Das erfreut einfach mein Herz. Ich finde es toll, mittendrin zu sein. Nach den Möglichkeiten der Menschen zu suchen und sie zu finden. Im Leben ist alles ein Geben und Nehmen. Und ich merke, dass das hier gelebt wird.“

Genau hinter diese persönliche Überzeugung möchte Carola Haegele einen Punkt setzen. Das, was sie im Generationenhaus Heslach repräsentieren darf, liegt ihrer Meinung nach einzig am Verdienst der Brüder Rudolf Schmid und Hermann Schmid begründet: „Nur durch ihr beispielloses Vermächtnis, ihr umfangreiches Vermögen der Stadt Stuttgart als Alleinerbin vermacht zu haben, konnte das Generationenhaus Heslach in dieser Form überhaupt entstehen. In ihrem Testament haben die beiden Wohltäter bestimmt, dass ihr Erbe in eine Stiftung fließt, um damit soziale Alten-, Wohn- und Pflegeeinrichtungen zu bauen. Und es ist gewiss den Testamentsvollstreckern Werner Krieger und Edgar Kurz der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung zu verdanken, die zusammen mit der damaligen Sozialbürgermeisterin ein Mehrgenerationenhaus geschaffen haben – mehr noch, diesem Haus ein Herz und eine Seele gegeben haben, die Tag für Tag wachsen können.“


Wer das ganze Interview mit Carola Haegele lesen möchte, findet auf den Seiten 54 bis 57 der Jubiläumsbroschüre „Das Ganze im Viertel“ liebens- und lobenswerte Worte.

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