Archiv der Kategorie: Energiesparmonat Mai 2014

Der Energiesparmonat Mai im Generationenhaus Heslach

Eine Nachlese:

Über den gesamten Monat Mai stand das Thema „Energie“ im Fokus des Generationenhauses Heslach. Konkreter: Alle Bürgerinnen und Bürger Heslachs konnten sich im Rahmen unterschiedlicher Veranstaltungen und einer informativen Ausstellung im Café Nachbarschafft des Gebrüder Schmid Zentrums ein umfassendes Bild machen, welche konkreten Energie-Einsparmöglichkeiten jeder einzelne Haushalt hat.

Ziel des „Energiesparmonats“ war, für die Notwendigkeit zum Energiesparen zu sensibilisieren und die Tragweite für den bewussten Umgang mit unseren Energien wie Wasser, Strom und Gas zu schärfen. Am Ende erkannten alle BesucherInnen, dass sie mit den Tipps und Anregungen aus den Vorträgen und Aktivitäten zu Energie-Einsparmöglichkeiten spürbar ihre Haushaltskasse entlasten können. Um es aus Sicht der Verbraucher zu bewerten: Wie können wir ökonomisch und ökologisch mit unseren Energien haushalten – also kostenbewusst und umweltschonend damit umgehen.

Das hohe und engagierte Interesse der Besucher an der Ausstellung (s. Beispiel eines Ausstellungsposters) sowie an den Informationsveranstaltungen, bei denen viele wertvolle Tipps zum richtigen Haushalten mit Energien gegeben wurden, zeigt: Die Energieeffizienz „brennt uns unter den Nägeln“.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die den „Energiesparmonat“ nicht live erlebt haben, finden hier nochmals eine Zusammenfassung über die einzelnen Veranstaltungen:

">SEE< – Stadt mit Energieeffizienz"

Energie in Zukunft: Was können wir heute vor Ort dafür tun?

Energieeffizienz ist mehr denn je ein Thema, das jede Bürgerin und jeden Bürger brennend beschäftigen wird. Sandra Langer vom Amt für Umweltschutz der Stadt Stuttgart machte gleich zu Beginn ihres Vortrages deutlich, wie sich der Energieverbrauch in den unterschiedlichen Bereichen aufteilt. Dabei zeigt sich, dass private Haushalte mit knapp 40% den höchsten Anteil an Energien wie Strom, Gas, Fernwärme und Erdöl verbrauchen.

Energieverbräuche in Stuttgart

Grund genug, sowohl Mieter als auch Haus- und Wohnungseigentümer über die Möglichkeiten zu informieren, wie im Einzelnen Energieeinsparungen erreicht werden können. Nur so ist das gemeinsame Ziel, den Energieverbrauch um 20% zu reduzieren, zu erreichen. Und: Gerade in Heslach gibt es bei Wohngebäuden einen hohen Anteil an alter Bausubstanz, die unter energetischen Gesichtspunkten überproportional belastet sind. Hier könnte der Ausbau der Fernwärme eine effiziente Lösung sein.

Mit ihrem Vortrag zeigte Sandra Langer auf, was jeder Einzelne von uns dazu beitragen kann, mit den Energien, die wir verbrauchen, in Zukunft ökonomischer und ökologischer umzugehen: sparsamer und damit kostenbewusster, effizienter und damit umweltbewusster. Und: Zusammengefasst kommt die Energieeffizienz unserer Wohn- und Lebensqualität im Quartier zugute.

Die Bedeutung des Themas wird auch dadurch untermauert, dass das Generationenhaus Heslach mit verschiedenen Veranstaltungsschwerpunkten den Monat Mai zum „Energiesparmonat“ gemacht hat.

Im Zusammenhang dazu gibt es im Rahmen des Forschungsprojektes “SEE – Stadt mit Energieeffizienz“ eine kostenlose Energieberatung, die alle Mieter und Wohnungseigentümer Stuttgarts in Anspruch nehmen können – und auch sollten.

Die "Kinderrallye – Energie" im Energiesparmonat Mai

Im Rahmen des Energiesparmonats im Generationenhaus Heslach standen der 16. und 17. Mai 2014 ganz im Zeichen der Energie-Rallye, bei der Kinder an 10 Stationen mit eigens konstruierten Modellen spielerisch mit der Energie experimentieren konnten.

In Kooperation mit der Caritas Stuttgart und dem Amt für Umweltschutz hat die Ägyptische Gruppe, eine Initiative im Gebrüder Schmid Zentrum, einen anspruchsvollen Parcours entwickelt. Die Kinder konnten dort lernen und anhand von Fragebögen testen, mit welchen Mitteln sie bspw. selber umweltbewusst Strom erzeugen können. So konnten sie auf einem Energiefahrrad selber feststellen, wie stark sie schwitzen müssen, um eine Lampe zum Leuchten zu bringen oder Wasser zum Kochen. Und sie konnten testen, ob es sparsamer ist, 15x den Kühlschrank kurz zu öffnen, um Sachen herauszuholen, oder ob es besser ist, alle 15 Sachen auf einmal herauszuholen, obwohl die Tür dabei sehr viel länger geöffnet bleibt. Mit den selbst entwickelten und gebauten Experimenten ist es den Veranstaltern der Ägyptischen Gruppe gelungen, den Kindern sehr plastisch das Thema Energieverbrauch nahe zu bringen.

Fazit: Die “Kinderrallye – Energie“ kam bei allen ausgesprochen gut an – sie ist zur Nachahmung unbedingt zu empfehlen. Wer mehr wissen möchte, findet hier eine informative Zusammenstellung, wie die Rallye durchgeführt wurde. Dabei zeigen die Veranstalter in einem weiteren 11. Experiment, wie der Schulunterricht zum Thema Energiesparen um eine lehrreiche Schulstunde erweitert werden kann.

Und auch darin zeigt sich das hohe Engagement der Ägyptischen Gruppe: Wer in eigener Regie eine Energie-Kinderrallye veranstalten möchte, darf sich gerne an Frau Erwaa Bishara (E-Mail: erwaa❲at❳yahoo.com) wenden. Sie unterstützt bei Fragen und Vorschlägen zur Ausgestaltung des Parcours mit Rat und Tat.

Der Mai im Zeichen des Energieeinsparens

Mit Energie richtig haushalten:
ökologisch und ökonomisch mit Wasser, Strom und Gas leben

Das warme Wasser beim Duschen, die wohlige Wärme in den eigenen vier Wänden, das Kochen leckerer Gerichte, das Licht in unserer Wohnung… wir schätzen die Annehmlichkeiten, die uns die unterschiedlichen Energiequellen bieten. Für Energien, für die wir allerdings auch immer mehr bezahlen müssen. Und die auch unsere Umwelt mehr und mehr belasten. Unsere Energien sind nicht unendlich. Das gilt für alle Bereiche und insbesondere auch für jeden Privathaushalt.

Die Energiewende ist in aller Munde, und auch im Bewusstsein der Bürger inzwischen verankert. Stuttgart hat sich dafür sehr hohe Ziele gesetzt: 2020 sollen in der Stadt 20% weniger Energien verbraucht werden als im Jahr 1990. Ein Wert, der die energetischen Ziele unterstreicht: In dieser Zeit sind zusätzlich 3 Mrd. Kilowattstunden einzusparen – in etwa der gesamte Energieaufwand, den alle privaten Haushalte jährlich zum Heizen verbrauchen.

In Zusammenarbeit mit der Uni Stuttgart, dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik und der EnBW als Netzbetreiber hat das Amt für Umweltschutz ein Maßnahmenpaket entwickelt, um die Einsparziele im Rahmen eines dynamischen Prozesses zu erreichen. Das Forschungsprojekt “Stadt mit Energieeffizienz – SEE Stuttgart“ unterstützt diese Umsetzung. Eingebunden sind private Haushalte, Verkehr, Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sowie die städtischen Liegenschaften. So werden bspw. 700 Haushalte zu ihrem Verhalten beim Energieverbrauch befragt und – was besonders wichtig ist – auch beraten.

Neben den Teilnehmern der Haushaltsberatung sind auch alle anderen Privathaushalte aufgerufen, die Energieeffizienz in der Stadt zu unterstützen. Einen ersten Schwerpunkt bildet dabei der Stadtbezirk Heslach, in dem alle Bürgerinnen und Bürger im Quartier umfassend informieren werden, wie sie selbst bei der Energiewende mit entscheidenden Schritten und Maßnahmen zur Einsparung von Energien und zur Verbesserung unserer Umwelt beitragen können.

Im Rahmen eines “Energiesparmonats“, der über den gesamten Mai diesen Jahres im Generationenhaus Heslach veranstaltet wird, bekommen alle Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers die Gelegenheit, sich ein Bild über die unterschiedlichen Möglichkeiten und Maßnahmen von Energieeinsparkonzepten zu verschaffen. Mit Präsentationen, Ausstellungen, Filmen, Vorträgen, Diskussionen und Beratungsgesprächen sowie auch Aktivitäten “spielerischer Art“, wie bspw. eine Energie-Kinderrallye oder die Erstellung eines ökologischen Fußabdrucks, können sich täglich den ganzen Monat über alle Interessenten informieren und natürlich auch beraten lassen.

Schwerpunkte bilden dabei Energiespartipps für Bewohnerinnen und Bewohner eines Gebäudes – sowohl Mieter als auch für Wohnungseigentümer –, allgemeine und individuelle Basischecks zum Energiesparen ergänzen das Angebot. So werden u. a. der Caritasverband an Informationsabenden wertvolle Energiespartipps geben; thematisiert wird auch, wie vor allem auch einkommensschwache Haushalte unterstützt und gefördert werden können, wenn sie sich für Maßnahmen zur Energieeinsparung entschließen. Oder das Energieberatungszentrum stellt Lösungen vor, wie bestehende Gebäude nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten saniert werden können. Und die Stadtwerke Stuttgart informieren über die Hintergründe der oft im Zusammenhang mit der Energiewende genannten Energiepreise, unter dem Titel “Einflüsse und Treiber der Energiepreisentwicklung“.

Das gesamte Veranstaltungsprogramm des “Energiesparmonats“ im Generationenhaus Heslach zeigt, wie wichtig der Stadtbezirk die Energiewende nimmt. Und auch, wie notwendig es ist, seine Bürgerinnen und Bürger so umfassend und vielfältig wie möglich über das zu informieren, was sie aus eigenem Antrieb beitragen können. Letztlich – um es ganz pragmatisch auszudrücken – schont die Energieeffizienz den Geldbeutel jedes Einzelnen. Und wir alle tragen mit dazu bei, dass es nicht nur uns sondern auch unserer Umwelt besser geht.

Das Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus Heslach lädt alle Bürgerinnen und Bürger im Quartier und auch in ganz Stuttgart herzlich ein, sich im Monat Mai (der ja bekanntlich alles neu macht) einem Thema zu widmen, das uns alle angeht: Wie gehen wir künftig mit unseren Energien um? Und das wird auch ganz gewiss positive Auswirkungen auf unsere ganz persönliche Energiebilanz haben.

Übrigens: Das Konzept für die gesamte Veranstaltung des “Energiesparmonats“ im Generationenhaus Heslach wurde in Zusammenarbeit mit dem Gebrüder Schmid Zentrum von Sophia Alcántara (ZIRIUS, Forschungszentrum der Uni Stuttgart) und Sandra Langer (Amt für Umweltschutz, Stuttgart) vom Projektteam SEE angeleitet. Sophia Alcántara bei der Verabschiedung des Konzeptes: “Die Einrichtung wird als Vorreiter für Energiesparmaßnahmen eine echte ’Leuchtturmfunktion’ einnehmen. Es ist toll, wie groß das Engagement ist. Man merkt richtig, die Energie dazu kommt hier aus eigenem Antrieb“.