"Gemeinsam statt einsam"

Alle reden vom Netzwerken –
die “Altenknüpfer“ haben eines geknüpft

Ein Blick über Heslach hinaus, doch ein Beispiel, das auch Heslach gut zu Gesicht stehen kann: Im Scharnhauser Park in Ostfildern haben elf Menschen – fünf Ehepaare und eine alleinlebende Bewohnerin – ihr Wohn- und Lebenskonzept verwirklicht. Die “Altenknüpfer“ leben seit mehr als 10 Jahren in ihrem selbstorganisierten Wohn- und Nachbarschaftsprojekt gemeinschaftlich und dennoch jeweils in ihren eigenen vier Wänden zusammen.

Sonja Wörtmann und Claus Sendler vermittelten den Besuchern ein lebendiges Bild über ihre Form der Wohngemeinschaft – ein Netzwerk von Senioren, für die sich das nachbarschaftliche Miteinander zum Lebensinhalt entwickelt hat. Es ist zum wesentlichen Bestandteil für ihre Lebensqualität geworden, die inzwischen auch auf die weiteren Bewohner von 20 Wohnungen in den beiden “Stadtvillen“, wie sie die Altenknüpfer nennen, übergreift. Die Hälfte davon hat Migrationshintergrund – es ist zu einem belebenden Multikulti-Wohnnetzwerk geworden.

Die beiden Altenknüpfer unterstrichen in ihrer Vorstellung, wie wichtig es ist, in der Entstehungsphase eines solchen Wohnprojektes Menschen zu finden, bei denen die “Chemie stimmt“ und die bereit sind, einen geplanten gemeinsamen Weg des Wohnens verantwortlich mitzugehen. Sehr anschaulich berichteten sie, wie ihr heutiges Leben in ihrem Nachbarschaftsnetzwerk aussieht, was sie an Aktivitäten unternehmen oder auch nicht tun, wie sie sich gegenseitig unterstützen – kurz, wie ihr Miteinander des “Gemeinsam statt einsam“ aussieht.

Am Ende brachte es Claus Sendler, lange Zeit Süd-Bürger aus Kaltental, auf den Punkt: Mit ihrem Leitsatz “Jeder sollte das Maß an Nähe und Distanz respektieren, das der andere braucht“, haben elf Senioren ihre Wohn- und Lebensform verwirklicht.

"Heslach gibt was her"

“Heslach im Blick“ zeigt sich von seiner Schokoladenseite

Eine Schokolade für Heslacher Bürgerinnen und Bürger… für unser Quartier ist dies neu. Doch nicht in anderen Stadtteilen Stuttgarts. So kam die Idee dazu aus Degerloch, wo Degerlochs Schokoladenseiten seit Jahren ein Renner sind.

Bernd Lange präsentierte nun die Heslacher Version. Er machte gleich am Anfang deutlich, dass die Idee “geklaut“ ist – doch warum das Rad neu erfinden, wenn es bereits erfolgreich rollt?! Warum gibt es jetzt diese Schokolade? Es sind zunächst zwei unterschiedliche Tafeln: eine von “Heslach im Blick“ und eine weitere vom Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus Heslach.

Die Schokolade ist ein Fair-Trade-Bio-Produkt, die von einer Genossenschaft von Kleinbauern in Ecuador hergestellt wird. Die Gewinne gehen 100%ig an die zugehörigen Kleinbauern – rund 850 Kichwa-Familien –, um eine nachhaltige Entwicklung im Sinne von Bildung und Gesundheitsfürsorge zu fördern und ihre Lebensexistenz zu sichern.

Da Stuttgart-Süd die Zertifizierung zum Fair-Trade-Stadtbezirk beantragt hat, gibt diese Auszeichnung der Schokolade einen besonderen Wert. Hinter dem Konzept der Heslacher Schokolade steht eine weitere Idee: Die Bürgerinnen und Bürger im Stuttgarter Süden sollen aktiv eingebunden werden. In unserem Quartier zu leben, heißt auch, unser Quartier zu gestalten. Die jetzigen Banderolen zeigen, wie das künftig aussehen kann.

Für weitere Schokoladentafeln werden die Bewohner motiviert, ihren Beitrag zu leisten. Mit Foto-, Schreib-, Mal- und anderen Wettbewerben werden sie ermuntert, ihre schönsten Bilder oder Geschichten aus oder über Heslach einzureichen. Und die allerschönsten davon werden prämiert und dann die weiteren Schokoladen verzieren.

Schokolade für den Stuttgarter Süden – von den Bürgerinnen und Bürgern im Stuttgarter Süden gestaltet. Es ist doch ein verlockendes Angebot, das sicherlich Appetit auf mehr macht.

Die KinderKunstTour on tour

Auf ägyptischen Spuren ins Land der Pharaonen

Am Mittwoch, 4. Juni 2014, von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr macht die KinderKunstTour des Jugendhauses Heslach Station auf dem Erwin-Schoettle-Platz. Unterstützt wird das Jugendhaus dabei vom SeniorenNet Stuttgart, einem Jugendsachbearbeiter der Polizei, der Kindertagesstätte “Wilde Wanne“ und dem Jugendrat Süd.

Für alle Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren öffnet das Jugendhaus die Schatzkammer des alten Ägyptens. Der Nachmittag “Auf den Spuren der Ägypter“ steht ganz im Zeichen der alten Kulturen aus dem Land der Pharaonen.

Dazu zählen Höhlen- und Wandmalereien, das Basteln und Bauen von Pyramiden, das Modellieren von altägyptischen Kleidern und Schmucksachen, das Zeichnen von ägyptischen Symbolen, Schriften und Hieroglyphen, das Schminken wie Kleopatra aussah, das Malen, Fotografieren und Spielen mit Dingen aus einer Zeit, die weit über 3.000 Jahre zurückliegt.

Das Jugendhaus Heslach lädt Kinder und auch die Eltern zur neuen KinderKunstTour 2014 ein. Die Mitarbeiter und vielen ehrenamtlichen Helfer freuen sich auf eine rege Beteiligung ins alte Ägypten auf dem Erwin-Schoettle-Platz.

Die "Kinderrallye – Energie" im Energiesparmonat Mai

Im Rahmen des Energiesparmonats im Generationenhaus Heslach standen der 16. und 17. Mai 2014 ganz im Zeichen der Energie-Rallye, bei der Kinder an 10 Stationen mit eigens konstruierten Modellen spielerisch mit der Energie experimentieren konnten.

In Kooperation mit der Caritas Stuttgart und dem Amt für Umweltschutz hat die Ägyptische Gruppe, eine Initiative im Gebrüder Schmid Zentrum, einen anspruchsvollen Parcours entwickelt. Die Kinder konnten dort lernen und anhand von Fragebögen testen, mit welchen Mitteln sie bspw. selber umweltbewusst Strom erzeugen können. So konnten sie auf einem Energiefahrrad selber feststellen, wie stark sie schwitzen müssen, um eine Lampe zum Leuchten zu bringen oder Wasser zum Kochen. Und sie konnten testen, ob es sparsamer ist, 15x den Kühlschrank kurz zu öffnen, um Sachen herauszuholen, oder ob es besser ist, alle 15 Sachen auf einmal herauszuholen, obwohl die Tür dabei sehr viel länger geöffnet bleibt. Mit den selbst entwickelten und gebauten Experimenten ist es den Veranstaltern der Ägyptischen Gruppe gelungen, den Kindern sehr plastisch das Thema Energieverbrauch nahe zu bringen.

Fazit: Die “Kinderrallye – Energie“ kam bei allen ausgesprochen gut an – sie ist zur Nachahmung unbedingt zu empfehlen. Wer mehr wissen möchte, findet hier eine informative Zusammenstellung, wie die Rallye durchgeführt wurde. Dabei zeigen die Veranstalter in einem weiteren 11. Experiment, wie der Schulunterricht zum Thema Energiesparen um eine lehrreiche Schulstunde erweitert werden kann.

Und auch darin zeigt sich das hohe Engagement der Ägyptischen Gruppe: Wer in eigener Regie eine Energie-Kinderrallye veranstalten möchte, darf sich gerne an Frau Erwaa Bishara (E-Mail: erwaa❲at❳yahoo.com) wenden. Sie unterstützt bei Fragen und Vorschlägen zur Ausgestaltung des Parcours mit Rat und Tat.

Welttag des Tanzes am Samstag, den 10. Mai im Rudolf Schmid Saal

Am Samstag, den 10. Mai 2014 waren bei der Veranstaltung „WELTTAG des TANZES“ im Rudolf Schmid Saal vier Tanzgruppen des Gebrüder Schmid Zentrums aus Lateinamerika (Mexico, Peru, Columbien und Argentinien) im Einsatz. Mit lateinamerikanischen Spezialitäten und guter Stimmung fing auch das Publikum an zu tanzen. Eine weitere Möglichkeit, die Tanzgruppen zu erleben, wird es auf dem Straßenfest im Gebrüder-Schmid-Weg am Freitag, den 25. Juli 2014 geben.

Heslach im Blick: Stuttgart-Süd vor Ort und mittendrin

Einladung zur 2. Veranstaltung
“Heslach im Blick … des Wohnens wert … des Lebens wert …“

Das Forum für mehr Wohn- und Lebensqualität im Quartier

Im letzten Jahr startete eine Veranstaltungsreihe, die die Bürgerinnen und Bürger im Stuttgarter Süden über sozial geprägte und gemeinschaftsorientierte Wohn- und Lebensformen informiert. Mehr noch, es werden dabei interessierten Menschen alternative und selbstorganisierte Lebens- und Nachbarschaftsprojekte vorgestellt und diskutiert, die für jeden Einzelnen ein wertvoller Beitrag für mehr Wohn- und Lebensqualität im Quartier bedeutet.

Das Quartiersprojekt “Heslach im Blick … des Wohnens wert … des Lebens wert …“ bietet am 15. Mai 2014 unter dem Schwerpunktthema “Stuttgart-Süd: vor Ort und mittendrin“ wiederum ein Veranstaltungsforum, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger im Quartier herzlich eingeladen sind.

Auch dieses Mal steht die Vorstellung von bemerkenswerten Wohnprojekten im Vordergrund der Veranstaltung: Michael Kunert von der Kontaktstelle für Baugemeinschaften beim Stadtplanungsamt Stuttgart zeigt Lösungen für die Umsetzung gemeinschaftsorientierter Bauvorhaben auf. Claus Sendler, einer von elf “Altenknüpfern“, berichtet über ihr selbstorganisiertes Wohn- und Nachbarschaftsprojekt “Scharnhauser Park“ in Ostfildern. Zwei Beispiele, die untermauern, dass sie auch im Stuttgarter Süden Vorreiter- bzw. Nachahmerfunktion übernehmen können.

Des Weiteren zeigt “Heslach im Blick“ eindrucksvolle Beispiele von Bürgern für Bürger, wie sozial orientierte Nachbarschaftshilfe und ein Fair-Trade-Unterstützungsprojekt in Heslach umgesetzt werden: Der Heslacher Lebensmitteleinzelhändler Salman Gedik erzählt, wie er sein Geschäft versteht, um seine Kunden, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, glücklich zu machen – soziale Nachbarschaftshilfe als Dienstleistung. Bernd Lange stellt ein in Degerloch erfolgreich verkauftes Fair-Trade-Produkt vor, das einer Kleinbauerngenossenschaft in Ecuador ihre Existenz sichern hilft. Und das nun im Sinne eines für die Bürger aktiven “Transferprojektes“ im Rahmen der jüngsten Fair-Trade-Zertifizierung des Stadtbezirks Süd auch für Heslach umgesetzt wird.

Zu guter Letzt aus aktuellem Anlass wird Sandra Langer vom Amt für Umweltschutz über das Projekt “Stadt mit Energieeffizienz >SEE<“ berichten: Im Generationenhaus Heslach findet im Mai ein “Energiesparmonat“ statt, bei dem Heslacher Bürger umfassend informiert werden, wie sie Energiekosten für Strom, Gas, Wasser und Heizung effizient einsparen können – im Rahmen des Projektes werden im Generationenhaus zahlreiche Aktionen und auch Umsetzungsmaßnahmen zu dem Thema “Energie für die Zukunft – was können wir heute dafür tun?“ durchgeführt.

Im Anschluss besteht wiederum die Möglichkeit, sich in unmittelbare Gespräche mit Initiativgruppen und Organisationen über unterschiedliche Wohn-, Lebens- und Nachbarschaftsprojekte einzubinden, um aus erster Hand für sich selbst wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Kompetente Ansprechpartner z. B. des “Pflegestützpunktes“, vom „Bürgerservice Leben im Alter“, der “DRK-Wohnberatung“ und vom “Betreuten Wohnen des Wohlfahrtwerkes“ stehen Rede und Antwort, wenn es sowohl um Fragen des selbstbestimmten Wohnens im Alter als auch um Lösungen für hilfe- und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen geht.

 

 

 

Für die musikalisch erlesene Untermalung des Abends begleitet der Konzertpianist und Komponist Vladimir Romanov am Klavier die Gäste. Mit seiner Vertonung des Werkes “Stabat Mater“ feierte er am 6. April 2014 in der Stuttgarter Liederhalle seine Welturaufführung.


Die Veranstaltung findet statt am:
Donnerstag, 15. Mai 2014 von 18:00 Uhr bis 19:45 Uhr
im Generationenhaus Heslach der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung, Gebrüder-Schmid-Weg 13.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Mai im Zeichen des Energieeinsparens

Mit Energie richtig haushalten:
ökologisch und ökonomisch mit Wasser, Strom und Gas leben

Das warme Wasser beim Duschen, die wohlige Wärme in den eigenen vier Wänden, das Kochen leckerer Gerichte, das Licht in unserer Wohnung… wir schätzen die Annehmlichkeiten, die uns die unterschiedlichen Energiequellen bieten. Für Energien, für die wir allerdings auch immer mehr bezahlen müssen. Und die auch unsere Umwelt mehr und mehr belasten. Unsere Energien sind nicht unendlich. Das gilt für alle Bereiche und insbesondere auch für jeden Privathaushalt.

Die Energiewende ist in aller Munde, und auch im Bewusstsein der Bürger inzwischen verankert. Stuttgart hat sich dafür sehr hohe Ziele gesetzt: 2020 sollen in der Stadt 20% weniger Energien verbraucht werden als im Jahr 1990. Ein Wert, der die energetischen Ziele unterstreicht: In dieser Zeit sind zusätzlich 3 Mrd. Kilowattstunden einzusparen – in etwa der gesamte Energieaufwand, den alle privaten Haushalte jährlich zum Heizen verbrauchen.

In Zusammenarbeit mit der Uni Stuttgart, dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik und der EnBW als Netzbetreiber hat das Amt für Umweltschutz ein Maßnahmenpaket entwickelt, um die Einsparziele im Rahmen eines dynamischen Prozesses zu erreichen. Das Forschungsprojekt “Stadt mit Energieeffizienz – SEE Stuttgart“ unterstützt diese Umsetzung. Eingebunden sind private Haushalte, Verkehr, Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sowie die städtischen Liegenschaften. So werden bspw. 700 Haushalte zu ihrem Verhalten beim Energieverbrauch befragt und – was besonders wichtig ist – auch beraten.

Neben den Teilnehmern der Haushaltsberatung sind auch alle anderen Privathaushalte aufgerufen, die Energieeffizienz in der Stadt zu unterstützen. Einen ersten Schwerpunkt bildet dabei der Stadtbezirk Heslach, in dem alle Bürgerinnen und Bürger im Quartier umfassend informieren werden, wie sie selbst bei der Energiewende mit entscheidenden Schritten und Maßnahmen zur Einsparung von Energien und zur Verbesserung unserer Umwelt beitragen können.

Im Rahmen eines “Energiesparmonats“, der über den gesamten Mai diesen Jahres im Generationenhaus Heslach veranstaltet wird, bekommen alle Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers die Gelegenheit, sich ein Bild über die unterschiedlichen Möglichkeiten und Maßnahmen von Energieeinsparkonzepten zu verschaffen. Mit Präsentationen, Ausstellungen, Filmen, Vorträgen, Diskussionen und Beratungsgesprächen sowie auch Aktivitäten “spielerischer Art“, wie bspw. eine Energie-Kinderrallye oder die Erstellung eines ökologischen Fußabdrucks, können sich täglich den ganzen Monat über alle Interessenten informieren und natürlich auch beraten lassen.

Schwerpunkte bilden dabei Energiespartipps für Bewohnerinnen und Bewohner eines Gebäudes – sowohl Mieter als auch für Wohnungseigentümer –, allgemeine und individuelle Basischecks zum Energiesparen ergänzen das Angebot. So werden u. a. der Caritasverband an Informationsabenden wertvolle Energiespartipps geben; thematisiert wird auch, wie vor allem auch einkommensschwache Haushalte unterstützt und gefördert werden können, wenn sie sich für Maßnahmen zur Energieeinsparung entschließen. Oder das Energieberatungszentrum stellt Lösungen vor, wie bestehende Gebäude nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten saniert werden können. Und die Stadtwerke Stuttgart informieren über die Hintergründe der oft im Zusammenhang mit der Energiewende genannten Energiepreise, unter dem Titel “Einflüsse und Treiber der Energiepreisentwicklung“.

Das gesamte Veranstaltungsprogramm des “Energiesparmonats“ im Generationenhaus Heslach zeigt, wie wichtig der Stadtbezirk die Energiewende nimmt. Und auch, wie notwendig es ist, seine Bürgerinnen und Bürger so umfassend und vielfältig wie möglich über das zu informieren, was sie aus eigenem Antrieb beitragen können. Letztlich – um es ganz pragmatisch auszudrücken – schont die Energieeffizienz den Geldbeutel jedes Einzelnen. Und wir alle tragen mit dazu bei, dass es nicht nur uns sondern auch unserer Umwelt besser geht.

Das Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus Heslach lädt alle Bürgerinnen und Bürger im Quartier und auch in ganz Stuttgart herzlich ein, sich im Monat Mai (der ja bekanntlich alles neu macht) einem Thema zu widmen, das uns alle angeht: Wie gehen wir künftig mit unseren Energien um? Und das wird auch ganz gewiss positive Auswirkungen auf unsere ganz persönliche Energiebilanz haben.

Übrigens: Das Konzept für die gesamte Veranstaltung des “Energiesparmonats“ im Generationenhaus Heslach wurde in Zusammenarbeit mit dem Gebrüder Schmid Zentrum von Sophia Alcántara (ZIRIUS, Forschungszentrum der Uni Stuttgart) und Sandra Langer (Amt für Umweltschutz, Stuttgart) vom Projektteam SEE angeleitet. Sophia Alcántara bei der Verabschiedung des Konzeptes: “Die Einrichtung wird als Vorreiter für Energiesparmaßnahmen eine echte ’Leuchtturmfunktion’ einnehmen. Es ist toll, wie groß das Engagement ist. Man merkt richtig, die Energie dazu kommt hier aus eigenem Antrieb“.

Im Zuge neuer Zielrichtungen

Seit Ende letzten Jahres hat sich das Generationenhaus Heslach in zentralen Bereichen neu ausgerichtet, um für die sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Anforderungen der Zukunft gerüstet zu sein. Dazu gehört in erster Linie die Arbeit des bisherigen “Initiativenzentrums“, das nun “Gebrüder Schmid Zentrum“ heißt.

Im aktuellen Geschäftsbericht ist aufgezeigt, welche Auswirkungen die Verankerung der neuen Zielsetzung auf das Gebrüder Schmid Zentrum hat. Ein “Baustein“ – unser neuer Blog hier – trägt mit dazu bei, dass wir unsere Ziele sukzessive auch konkret umsetzen.

Hier der Auszug aus dem Geschäftsbericht:

“Im Mittelpunkt steht der Mensch – jeder ist willkommen: Ob jung oder alt, ob gesund, psychisch oder physisch eingeschränkt. Unabhängig jeglicher Kultur, Nationalität oder des persönlichen Status. Unabhängig davon, ob in gesicherten Verhältnissen oder in bedürftiger Notlage lebend.
Unter Verwaltung des Sozialamtes bietet das Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus Heslach BürgerInnnen und BewohnerInnen im Quartier den Raum, im nachbarschaftlichen Miteinander zu wirken und zu leben. Da der Name Initiativenzentrum nicht mehr der komplexen Zielsetzung und Aufgabenstellung unserer Arbeit entsprach, wurde er – zu Ehren der Stifter – in “Gebrüder Schmid Zentrum (GSZ)“ geändert. Im Zuge dessen wurden auch zwei Räume umbenannt: Der “Initiativenraum“ im Erdgeschoss heißt jetzt “Hermann Schmid Raum“ und der “Große Saal“ heißt “Rudolf Schmid Saal“. Auch das Konzept des Gebrüder Schmid Zentrums wurde im November 2013 neu formuliert: Die generationenübergreifende Arbeit mit den Initiativen aus dem Stadtteil wird wie bisher fortgesetzt und auch das Café Nachbarschafft wird weiter Anlaufstelle sein für Menschen, denn beides bietet einen wichtigen Teil der Plattform für die Angebote an die Menschen, die das GSZ besuchen. Die neue Zielrichtung geht jedoch mehr in Richtung Quartiersarbeit, d. h. Heslacher Bürger aller Generationen und Kulturen auf unterschiedlichste Weise ins Haus einzubinden. Dies geschieht durch Vermittlung, Förderung, Koordination und Vernetzung im Rahmen umfassender Bürgerbeteiligung, aber auch durch individuelle Beratung. Nach dem Leitsatz des GSZ steht der Mensch im Mittelpunkt. Für Menschen in Not haben wir ein offenes Ohr und helfen ihnen weiter. Das GSZ unter Verwaltung des Sozialamtes der Landeshauptstadt Stuttgart fühlt sich dem Leitbild des Sozialamts verpflichtet, d. h. wir beraten, unterstützen, fördern und integrieren.“

Alles neu macht der Mai …

… da steht es doch dem Generationenhaus Heslach gut zu Gesicht, unseren Wonnemonat tatkräftig zu unterstützen. Pünktlich zur Maienzeit eröffnet das Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus einen neuen Treffpunkt, der für Sie zum Lebensraum und Erlebnisraum gleichermaßen wird. Hier finden Sie einen Raum, den Sie jederzeit besuchen dürfen, in dem Sie jederzeit kommunizieren können, in dem wir immer ein offenes Ohr für Sie haben.

Bitte sehr, es ist Ihr Ort, in dem Sie sich einbringen können.

Heslach im Blick: „… des Wohnens wert … des Lebens wert …“

Rückblick auf die Veranstaltung am 17. Juli 2013
im Generationenhaus Heslach der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung

Es nimmt in unserer Gesellschaft immer mehr Raum ein – mehr Wohnraum und mehr Lebensraum: einen Lebensplan nach neuen, alternativen und selbstorganisierten Wohnformen zu suchen und zu finden.

Im Rahmen des Quartiersprojektes im Stuttgarter Süden “Heslach im Blick“ stellte eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Alexander Gunsilius vom Sozialamt der Stadt Stuttgart am 17. Juli 2013 im Generationenhaus Heslach unter dem Thema “… des Wohnens wert … des Lebens wert …“ innovative Wohnformen und -projekte, die unser künftigen Leben begleiten werden, vor.

Die Resonanz an der Veranstaltung hat gezeigt, immer mehr Menschen sind gezielt an neuen sozialen Lebensformen interessiert. Gemeinschaftsorientierte und sozial-gemeinschaftliche Partnerschaften unter dem Aspekt nachbarschaftlicher Netzwerkunterstützung werden unser Leben in Zukunft immer stärker prägen.

In der bewusst als Informations- und gleichzeitig als Begegnungsabend angekündigten Veranstaltung zeigte sich in den viel Raum gelassenen Einzel- und Gruppengesprächen deutlich das große Interesse der anwesenden Bürger an zukunftsorientierten Wohnformen. Zuvor stellten Wohn-, Bau- und Interessensgemeinschaften ganz unterschiedliche Projekte und Initiativen vor. Vier bemerkenswerte Modelle von Wohn- und Lebensformen, die an dem Abend präsentiert wurden, bewiesen eindrucksvoll, wie Bürger in Zukunft wohnen und leben wollen bzw. können.

1.
Petra Schneider von der Wabe e. V. wohnt seit mehr als 12 Jahren mit vier weiteren Bewohnerinnen im obersten Stockwerk des Generationenhauses Heslach in einer Hausgemeinschaft der “Wabe“. Wie es dazu kam und wie sie in ihrem Wohnprojekt mit der engen Koppelung sozialer, kultureller und gesellschaftlich orientierter Einrichtungen lebt, schilderte Petra Schneider den Teilnehmern an der Veranstaltung auf bemerkenswert eindrückliche Weise.
mehr: “Wabe e. V.“ – gemeinschaftliche Wohnformen für Jung und Alt

2.
Mit der “NaGe 2012“, einer Nachbarschaftsgemeinschaft, die derzeit noch als GbR auftritt und bei der vier Familien mit jeweils zwei Kindern im Alter zwischen 1 und 5 Jahren ein Haus erworben haben, illustrierte Katharina Karle den spannenden und gleichzeitig auch lehrreichen Weg, wie sie zu diesem aus heutiger Sicht noch ungewöhnlichen Wohnprojekt für junge Familien zusammengefunden haben, das künftig als Lebensmittelpunkt ein gemeinschaftsorientiertes Wohnen unter individuellen Vorzeichen zum Ziel hat.
mehr: “NaGe 2012“ – gemeinschaftsorientiertes Wohnen unter einem Hausdach

3.
Michael Dirk, dessen Leben auf vielfältigste Form der Kunst gehört, gründete im Jahre 2000 das November Projekt Stuttgart, eine private Initiative zur Bildung eines generationenübergreifenden Lebensmodells. Ziel der inzwischen auf 18 Mitglieder angewachsenen Gruppe ist ein selbstbestimmtes Leben im Alter unter gegenseitiger Anteilnahme. Nun wird sein Traum zur Wirklichkeit: Im von der SWSG neu erbauten Stadtquartier Am Roten Stich in Zuffenhausen-Rot mietet der Verein 10 Wohnungen an, um den Mitgliedern ein gemeinsames selbstbestimmtes Wohnen im Alter zu ermöglichen.
mehr: “November Projekt Stuttgart“ – selbstbestimmte, individuelle Wohngemeinschaft im Herbst des Lebens

4.
Eine ganz andere Form der generationenübergreifenden Wohnpartnerschaft bietet das vom Sozialamt organisierte Wohnen mit Hilfe. Das gemeinsam angebotene Projekt der Landeshauptstadt Stuttgart und des Studentenwerkes Tübingen-Hohenheim vermittelt Studierenden und Auszubildenden zusammen mit älteren Menschen eine Wohngemeinschaft. Ältere bieten eine Unterkunft zu günstigen Mietkonditionen – Jüngere unterstützen Vermieter bei der Bewältigung ihrer Arbeiten im Haushalt. Wie wertvoll eine solche Win-Win-Wohnform ist, konnte Harald Habich vom “Bürgerservice Leben im Alter“ anschaulich vorstellen.
mehr: “Wohnen mit Hilfe“ – jüngere und ältere Menschen als Wohngemeinschaft auf Zeit