Talk-Treff mit Eiskunstläuferin Jasmin Lugert

Beitrag von Gerda Mahmens / Zuhause leben e. V.

Was macht eine Eiskunstläuferin im Sommer?

Über diese Frage diskutierten am 2. Juni 2014 die Besucherinnen und Besucher im Café Nachbarschafft mit der baden-württembergischen Junior-Landesmeisterin im Eiskunstlauf, der 14jährigen Jasmin Lugert, und ihrer Trainerin Claudia Ulmer vom TSV Waldau.

Seit ihrem 7. Lebensjahr trainiert Jasmin täglich mehrere Stunden. Ohne die Unterstützung ihrer Eltern wäre diese Leistung von ihr gar nicht umsetzbar. Ihr großes Ziel ist es, in vier Jahren Weltmeisterin im Eiskunstlauf zu sein.

Unser Dank gilt Jasmin Lugert und Claudia Ulmer für die interessante und spannende Unterhaltung und den Besucherinnen und Besuchern, die mit vielen Fragen und Oh’s der Bewunderung dabei waren.

Mal-Workshop "Kunst & Inklusion"

Beitrag von Gerda Mahmens / Zuhause leben e. V.

Mal-Workshop „Kunst & Inklusion“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 31. Mai 2014 stand im Generationenhaus Heslach das Malen im Mittelpunkt. Der 4. Mal-Workshop „Kunst & Inklusion“ fand wieder einmal viele begeisterte Freizeitmaler- und malerinnen.

Die Kunstwerke der Mal-Workshops werden voraussichtlich beim Sommerfest am 25. Juli 2014 allen Heslacher Bürgerinnen und Bürgern präsentiert.

Mit finanzieller Förderung von der Stiftung Selbsthilfe e. V. Stuttgart-Heslach konnten wir von Zuhause leben e. V. mit diesem interessanten Projekt starten. Nach der Sommerpause, im September d. J., werden die Angebote „Kunst & Inklusion“ fortgeführt.

Der Energiesparmonat Mai im Generationenhaus Heslach

Eine Nachlese:

Über den gesamten Monat Mai stand das Thema „Energie“ im Fokus des Generationenhauses Heslach. Konkreter: Alle Bürgerinnen und Bürger Heslachs konnten sich im Rahmen unterschiedlicher Veranstaltungen und einer informativen Ausstellung im Café Nachbarschafft des Gebrüder Schmid Zentrums ein umfassendes Bild machen, welche konkreten Energie-Einsparmöglichkeiten jeder einzelne Haushalt hat.

Ziel des „Energiesparmonats“ war, für die Notwendigkeit zum Energiesparen zu sensibilisieren und die Tragweite für den bewussten Umgang mit unseren Energien wie Wasser, Strom und Gas zu schärfen. Am Ende erkannten alle BesucherInnen, dass sie mit den Tipps und Anregungen aus den Vorträgen und Aktivitäten zu Energie-Einsparmöglichkeiten spürbar ihre Haushaltskasse entlasten können. Um es aus Sicht der Verbraucher zu bewerten: Wie können wir ökonomisch und ökologisch mit unseren Energien haushalten – also kostenbewusst und umweltschonend damit umgehen.

Das hohe und engagierte Interesse der Besucher an der Ausstellung (s. Beispiel eines Ausstellungsposters) sowie an den Informationsveranstaltungen, bei denen viele wertvolle Tipps zum richtigen Haushalten mit Energien gegeben wurden, zeigt: Die Energieeffizienz „brennt uns unter den Nägeln“.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die den „Energiesparmonat“ nicht live erlebt haben, finden hier nochmals eine Zusammenfassung über die einzelnen Veranstaltungen:

Nachhilfe-Unterricht für Flüchtlinge

Info-Abend am 22. Mai im Generationenhaus Heslach:
„Nachhilfelehrer/innen für Flüchtlinge gesucht“
Eine Aufgabe, zu der Heslacher Bürgerinnen und Bürger einen wichtigen Beitrag zur nationalitätenübergreifenden Nachbarschaftshilfe leisten können.
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Das Gebrüder Schmid Zentrum lud am 22. Mai 2014 ein zu einer Informationsveranstaltung im Café Nachbarschafft, zu der sich eine kleine, bunt gemischte Gruppe Interessierter einfand. Nachhilfe-Unterricht für Flüchtlinge weiterlesen

Die Generation von heute für ein Heslach von morgen

Das 2. Semester im Studiengang „Stadtplanung“ an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen(-Geislingen) arbeitet u. a. an Projekten, wie ein ideales generationenübergreifendes Quartier künftig aussehen kann. Im Fach „Projektmanagement“ entwickeln sie im engen Schulterschluss mit dem Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus Heslach ein Konzept mit dem Thema „Ein Heslach für Alle“. Die Generation von heute für ein Heslach von morgen weiterlesen

Heslach im Blick … des Wohnens wert … des Lebens wert …

Stuttgart-Süd: vor Ort und mittendrin
Das 2. Forum für mehr Wohn- und Lebensqualität
im Quartier am 15. Mai 2014 – ein Rückblick


Auch die 2. Veranstaltung im Rahmen des Quartierprojektes „Heslach im Blick“ am Donnerstag, 15. Mai 2014, zeigte, immer mehr Bürgerinnen und Bürger in unserem Viertel haben ein starkes Interesse an neuen sozialen Wohn- und Lebenskonzepten. Stand in der Auftaktveranstaltung am 17. Juli 2013 der Fokus noch eindeutig auf gemeinschaftsorientierten und selbstorganisierten Wohnformen, wurden dieses Mal auch sozial geprägte nachbarschaftsorientierte Projekte und Initiativen vorgestellt.

Die rege Beteiligung im sehr gut besuchten Rudolf Schmid Saal des Generationenhauses Heslach durch gezielte Fragen während der einzelnen Vorträge wie auch in den jeweiligen intensiven Einzelgesprächen und Gruppendiskussionen im Anschluss an die Veranstaltung unterstreicht, “… des Wohnens wert … des Lebens wert …“ beschäftigt die Heslacher Bewohner – hat inzwischen für die Bürgerinnen und Bürger einen hohen Stellenwert im Quartiersleben.

Eine besondere Note bekam die Veranstaltung durch die musikalische Begleitung von Vladimir Romanov, der den Anwesenden mit seinen Klavierstücken einen schönen kulturellen Genuss schenkte.

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Interessierte, die die Informationsveranstaltung nicht erleben konnten, finden hier ein zusammenfassendes Resümee aller Vorträge. Die darin angegebenen Verlinkungen geben eine vertiefende Information für jeden, der mehr über die einzelnen Projekte und Initiativen erfahren möchte:

Michael Kunert
von der Kontaktstelle Baugemeinschaften:
Bürger bauen mit
Baugemeinschaften und gemeinschaftliches Wohnen in Stuttgart

Sandra Langer
vom Amt für Umweltschutz:
SEE – Stadt mit Energieeffizienz
Energie in Zukunft:
Was können wir heute vor Ort dafür tun?

Salman Gedik
Lebensmitteleinzelhändler aus Heslach:
Ein Geschäft auf eine andere Weise
Neben Lebensmitteln auch
Nachbarschaftshilfe im Angebot

Sonja Wörtmann und Claus Sendler
von den “Altenknüpfern“:
Gemeinsam statt einsam
Elf Senioren in ihrer selbstorganisierten
Wohn- und Lebensgemeinschaft

Bernd Lange
über ein “Transferprojekt“ für Stuttgart Süd:
Heslach gibt was her
“Heslach im Blick“ zeigt sich von seiner
Schokoladenseite

"Bürger bauen mit"

Baugemeinschaften und gemeinschaftliches Wohnen in Stuttgart

Ein Trend, der in den letzten Jahren das Leben der Bevölkerung sehr stark verändert, gewinnt auch in Stuttgart immer mehr an Bedeutung: Michael Kunert von der Kontaktstelle Baugemeinschaften der Landeshauptstadt Stuttgart unterstrich in seinem Vortrag, dass im Rahmen der Stadtentwicklung mit Wohnprojekten, die durch selbstorganisierte Baugemeinschaften individuell entwickelt und umgesetzt werden, eine soziale Stabilisierung, eine höhere Lebendigkeit und ein nachbarschaftliches Miteinander in den Quartieren entsteht.

Das Ziel von Baugemeinschaften, die durch ein gemeinsames Planen und das aktive Verwirklichen ihr persönliches Wohnkonzept entwickeln, ist, selbstbestimmt ihren künftigen Lebensraum mit Gleichgesinnten in nachbarschaftlicher Nähe und Unterstützung zu gestalten.

Das Netzwerk

Um dies zu erreichen und auch die Voraussetzungen zu ermöglichen, ein solches Wohnprojekt von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe umzusetzen, sieht sich die Kontaktstelle Baugemeinschaften als Ansprechpartner und auch als Partner, der die Projekte begleitet und die Baugemeinschaften auf unterschiedlichste Weise unterstützt. Wie diese Unterstützung im Einzelnen aussehen kann, hat Michael Kunert in seinem Vortrag “Bürger bauen mit“ eindrucksvoll aufgezeigt.

">SEE< – Stadt mit Energieeffizienz"

Energie in Zukunft: Was können wir heute vor Ort dafür tun?

Energieeffizienz ist mehr denn je ein Thema, das jede Bürgerin und jeden Bürger brennend beschäftigen wird. Sandra Langer vom Amt für Umweltschutz der Stadt Stuttgart machte gleich zu Beginn ihres Vortrages deutlich, wie sich der Energieverbrauch in den unterschiedlichen Bereichen aufteilt. Dabei zeigt sich, dass private Haushalte mit knapp 40% den höchsten Anteil an Energien wie Strom, Gas, Fernwärme und Erdöl verbrauchen.

Energieverbräuche in Stuttgart

Grund genug, sowohl Mieter als auch Haus- und Wohnungseigentümer über die Möglichkeiten zu informieren, wie im Einzelnen Energieeinsparungen erreicht werden können. Nur so ist das gemeinsame Ziel, den Energieverbrauch um 20% zu reduzieren, zu erreichen. Und: Gerade in Heslach gibt es bei Wohngebäuden einen hohen Anteil an alter Bausubstanz, die unter energetischen Gesichtspunkten überproportional belastet sind. Hier könnte der Ausbau der Fernwärme eine effiziente Lösung sein.

Mit ihrem Vortrag zeigte Sandra Langer auf, was jeder Einzelne von uns dazu beitragen kann, mit den Energien, die wir verbrauchen, in Zukunft ökonomischer und ökologischer umzugehen: sparsamer und damit kostenbewusster, effizienter und damit umweltbewusster. Und: Zusammengefasst kommt die Energieeffizienz unserer Wohn- und Lebensqualität im Quartier zugute.

Die Bedeutung des Themas wird auch dadurch untermauert, dass das Generationenhaus Heslach mit verschiedenen Veranstaltungsschwerpunkten den Monat Mai zum „Energiesparmonat“ gemacht hat.

Im Zusammenhang dazu gibt es im Rahmen des Forschungsprojektes “SEE – Stadt mit Energieeffizienz“ eine kostenlose Energieberatung, die alle Mieter und Wohnungseigentümer Stuttgarts in Anspruch nehmen können – und auch sollten.

"Ein Geschäft auf eine andere Weise"

Der Heslacher Lebensmitteleinzelhändler
Salman Gedik hat Nachbarschaftshilfe
in seinem Angebot


Von außen ist das kleine Lebensmittelgeschäft Gedik in der Taubenstraße wie viele andere auch: Vor dem Laden präsentiert sich ein buntes Angebot von Obst und Gemüse und lädt zum Kaufen ein. Doch im Inneren spürt der Kunde sofort, es ist etwas anderes, was ihn erwartet: Ein Händler, der zuhört, der mit seinen Kunden spricht, der hilft, der sein Geschäft nicht nur als Verkaufen sieht…

Salman Gedik erzählte den Besuchern der Veranstaltung, wie er sein “Geschäft“ versteht. Und das seit nunmehr 19 Jahren. Seine Kunden, die auf unter unterschiedlichste Weise vorübergehend oder auch für immer in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, werden von ihm und seinen Mitarbeitern versorgt: Ein Anruf genügt, die Lebensmittel werden ins Haus bzw. in die Wohnung gebracht. Nicht nur das, auch Päckchen, Pakete und sonstige Lieferungen nimmt er entgegen und trägt sie weiter in die Wohnung. Und auch Besorgungen von Dingen, die er selbst nicht in seinem Angebot hat, führt er genau so durch, wie er den Kasten Mineralwasser schleppt oder Medikamente aus der Apotheke besorgt. Und das alles, ohne auch nur einen Cent mehr für seine Dienstleistungen zu verlangen.

Nachbarschaftshilfe, die für Salman Gedik selbstverständlich ist. Und die eindrucksvoll zeigt, wie gemeinschaftliches Leben im Quartier auch aussehen kann. Sich um seine unmittelbare Nachbarschaft kümmern, auf die Bedürfnisse und Sorgen seiner Mitmenschen eingehen… für einen Lebensmittelhändler eine bemerkens- und nachahmenswerte Bereicherung im sonst üblichen Angebot seines Geschäfts. Es passt zu Heslach.

"Gemeinsam statt einsam"

Alle reden vom Netzwerken –
die “Altenknüpfer“ haben eines geknüpft

Ein Blick über Heslach hinaus, doch ein Beispiel, das auch Heslach gut zu Gesicht stehen kann: Im Scharnhauser Park in Ostfildern haben elf Menschen – fünf Ehepaare und eine alleinlebende Bewohnerin – ihr Wohn- und Lebenskonzept verwirklicht. Die “Altenknüpfer“ leben seit mehr als 10 Jahren in ihrem selbstorganisierten Wohn- und Nachbarschaftsprojekt gemeinschaftlich und dennoch jeweils in ihren eigenen vier Wänden zusammen.

Sonja Wörtmann und Claus Sendler vermittelten den Besuchern ein lebendiges Bild über ihre Form der Wohngemeinschaft – ein Netzwerk von Senioren, für die sich das nachbarschaftliche Miteinander zum Lebensinhalt entwickelt hat. Es ist zum wesentlichen Bestandteil für ihre Lebensqualität geworden, die inzwischen auch auf die weiteren Bewohner von 20 Wohnungen in den beiden “Stadtvillen“, wie sie die Altenknüpfer nennen, übergreift. Die Hälfte davon hat Migrationshintergrund – es ist zu einem belebenden Multikulti-Wohnnetzwerk geworden.

Die beiden Altenknüpfer unterstrichen in ihrer Vorstellung, wie wichtig es ist, in der Entstehungsphase eines solchen Wohnprojektes Menschen zu finden, bei denen die “Chemie stimmt“ und die bereit sind, einen geplanten gemeinsamen Weg des Wohnens verantwortlich mitzugehen. Sehr anschaulich berichteten sie, wie ihr heutiges Leben in ihrem Nachbarschaftsnetzwerk aussieht, was sie an Aktivitäten unternehmen oder auch nicht tun, wie sie sich gegenseitig unterstützen – kurz, wie ihr Miteinander des “Gemeinsam statt einsam“ aussieht.

Am Ende brachte es Claus Sendler, lange Zeit Süd-Bürger aus Kaltental, auf den Punkt: Mit ihrem Leitsatz “Jeder sollte das Maß an Nähe und Distanz respektieren, das der andere braucht“, haben elf Senioren ihre Wohn- und Lebensform verwirklicht.